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                          Drogen

Die Eroeffnung des neuen Showrooms von Artists Anonymous in der Vynerstreet und die Eroberung von London wird mit der Premiere des 4. der Apokalyptischen Antihelden “Drogen” eingeleitet.
Das Dyptichon “Hunger”, 2006 von der Saatchi Collection erworben, war die erste Figur in dieser fortlaufenden Narration.
Die Ausstellung “War” bei Goff+Rosenthal New York war nach Daniel Kunitz’ Nachbesprechung in der Artreview, August 06 :…”ein verwirrendes Labyrinth…ein Angriff auf alle Sinne…ausgesprochen berauschend.”
Das Dyptichon mit raumbezogener Installation ”Pollution and Overpopulation” bei Goff+Rosenthal Berlin, als Tip im Tagesspiegel erwaehnt, war die juengste der apokalyptischen Installationen. Wieder wurden die Galerieraeume transformiert,  diesmal in eine Comic-Hoehle aus 1001er Nacht, wobei mit dem Aufloesen der Grenzen zwischen den Medien ebenso gespielt wurde wie mit der Vorgeschichte der Ladens als Vietnamesischer Importshop und der nicht ganz friedlichen Uebernahme durch die Amerikanische Galerie. Die neue Inszenierung in London reagiert wieder vollstaendig auf die raeumlichen Gegebenheiten, direkt im Herzen der jungen Kunstszene in London. “Drogen” ist eine Reise in ein paralleles Universum, die Verwirrung des Betrachters ist allumfassend, sogar der Protagonist des Bildes verlaesst die Leinwand und gesellt sich zu den Zuschauern. Der Affinitaet der Kuenstlergruppe zur Struktur einer Band wird durch die Installation in einem schallisolierten Raum Tribut gezollt, wo sich eine bizarre Versammlung von “figuerlichen Bildern” zur ohrenbetaeubenden Jam-session trifft, jemand hat eine Gitarre in ein Bild geworfen, die ganze Szenerie wirkt comichaft verzerrt…Zurueck zum ersten Raum, ist der Eindruck einer nuechternen galeriepraesentation zerstoert, sobald man sich der Hauptarbeit der Ausstellung zuwendet, eine Erfuellung aller nakotisierten Visionen, das Gemaelde, gespiegelt vom farbinvertierten “Nachbild”, verursacht die Impression, von hellem Licht geblendet zu taumeln, die Essenz des negativen Bildes durch den magischen Prozess der Lichtmalereieingefangen und materialisiert.Das Sujet selbst kann nur als stolpernde Reise ins Spiegellabyrinth bezeichnet werden, der heilige Clown wird Zeremonienmeister, schwanzgelutscht von seiner umwerfenden Begleitung….ebenso wie der hinter ihr auftauchende Drachen, scheint ihr Appetit unersaettlich…
Artists Anonymous feiern das neue Jahr auf ihre Art, und den Erfolg des letzten. Institutionelle Ausstellungen in naechster Zeit sind bereits in Planung, wie z.B. in der Sammlung Sander, Berlin im April 2007, in der Saatchi Gallery, London und in Zusammenarbeit mit der neuen Nationalgalerie, Berlin 2008… und mehr…